Hintergrund, Kontext und Ziele der Tagung 2022

Hintergrund

Über die Hälfte der Menschen weltweit wohnt in Ballungszentren, bis 2050 soll sich der Anteil auf zwei Drittel erhöhen: zwei von drei Personen werden in (Mega)Cities wohnen. In der Schweiz leben bereits heute drei Viertel der Bevölkerung in urbanen Gebieten. Am Welternährungstag 2021 stellten wir daher die Frage «Gesunde, Gerechte Ernährung für alle, was ist das und wie kommen wir dahin?» Alle Beteiligten waren sich einig, dass eine gesunde und faire Ernährung vom guten Zusammenspiel zwischen Politik, Verwaltung, Ernährungswirtschaft und Zivilgesellschaft abhängt. 

2022 wollen wir uns auf die Städte als Hotspots der Food System Transformation konzentrieren und uns fragen, wie dieses Zusammenspiel konkret funktionieren kann.
Wir beziehen uns auf den Milan Urban Food Policy Pact 2015, den National Pathway for Food Systems Transformation, die Agenda 2030 und orientieren uns dabei – wie die CNF-FAO – an den Prinzipien der Agrarökologie, um die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeitsziele bei der Gestaltung der Ernährungssysteme im globalen Süden und  Norden erreichen zu können.


Nationaler Kontext

Aktive Städte im Rahmen des Schweizerischen Städteverbandes

  • Erfa-Gruppe «Nachhaltige Ernährung» will Swiss Edition zum MUFPP (nächste Sitzung im November 2022, Merkmal: Stadt & ortsbasierte private Akteure
  • Ernährungsforen in Städten (mit ortsbasierten privaten Akteuren)
  • CDE Studie analysiert Governance Strukturen in Städten, fördert Erfa-Austausch

Die Genusswoche (Semaine du goût), Genussstadt 2022 ist Basel

  • Alle Genussstädte bekennen sich zum MUFPP
  • Konferenz in Fribourg 2023 für alle Genussstädte: Diskussion des Swiss Edition zum MUFPP
  • BLW-Chef Christian Hofer ist informiert und wird an der Konferenz Fribourg 2023 teilnehmen


Ziele der Tagung 2022

  1. Bei der urbanen Bevölkerung, mit Fokus auf die Altersgruppe von 15 – 40 Jahren, das Bewusstsein für die Wichtigkeit eines zukunftsfähigen Ernährungssystems in ihrer Region schärfen, mit dem sie sich verbunden fühlen können.
  2. Die interessierten Personen erfahren, wie sie zur Transformation des Ernährungssystem in der von ihnen gewünschten Richtung konkret beitragen können. 
  3. Die Veranstaltungsreihe trägt  in drei urbanen Regionen der Schweiz zur politischen Bildung bei, indem sich alle Beteiligten als selbstwirksame Akteure ihres Ernährungssystems erfahren können.